University of Bremen
 
Sommer-Universität
Hydrogeologie-Umweltgeologie

 


 

KW 39: Montag, 27.9.2010, 9:30 - Mittwoch, 30.9.2010, 17:00 (3 Tage)

Quantitative Verfahren für die ingenieurmäßige Bearbeitung von Schadensfällen in Boden und Grundwasser

Prof. Dr.-Ing. W. Schneider (Hamburg Harburg)

Im Rahmen des Kursus bilden die Strömungs- und Transportvorgänge, die bei der ingenieurmäßigen Bearbeitung von Schadensfällen in Boden und Grundwasser von großer Wichtigkeit sind, den Schwerpunkt. Es werden die für die Praxis wesentlichen Berechnungsverfahren sowohl für die Sickerwasser- als auch Grundwasserzone vermittelt. Dazu gehört die Ermittlung der Sickerwasserrate nach dem verbesserten TUB-BGR-Verfahren. Für die Grundwasserzone werden Berechnungsverfahren der regionalen Grundwasserströmung zur Berechnung von Wasserspiegellinien, Durchflüssen, Abstandsgeschwindigkeiten, Verweilzeiten sowie Fließzeiten im Tiefenprofil für freies, halbgespanntes und gespanntes Grundwasser theoretisch erläutert und praktisch geübt. Berechnungsansätze für hydraulische Sanierungsmaßnahmen (Brunnenanströmung, Absenkung, gewinnbarer Zufluss, Fließzeiten zum Brunnen, Einzugsgebiete) werden erläutert und deren Nutzen anhand praktischer Beispiele verdeutlicht. Schadstofftransportberechnungen für die Grundwasserzone werden im theoretisch behandelt und praktisch geübt. Der Kursus schließt mit Abschätzverfahren ab, die für NAPL- Schadensfälle von großer praktischer Bedeutung sind. Dabei werden quantitative Methoden vorgestellt, mit denen der Transport von NAPL und deren Verteilung in der Sickerwasserzone, der Auflösungsprozess von NAPL durch Sickerwasser und Grundwasser sowie die Rückgewinnung von LNAPL durch Abpumpen abgeschätzt werden können.

Zum Konzept des Kursus lässt sich sagen, dass grundsätzlich die quantitativen Verfahren, die häufig bei Schadensfällen in Boden und Grundwasser von Interesse sind, in ihren theoretischen Grundlagen erläutert und durch praktische Übungen an realen Fällen trainiert werden. Die theoretische Behandlung steht dabei mehr im Hintergrund. Einen Schwerpunkt bildet nämlich die praktische Übung durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst. Auf diese Weise soll das Erlernte direkt selbständig angewandt werden und ein sicherer Umgang mit den Verfahren entwickelt werden. Es werden Excelprogramme zu Verfügung gestellt, mit denen die Bearbeitung einer Vielzahl von praktischen Fallbeispielen möglich wird.

Der Kursus richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Ingenieurbüros, bodenkundlichen und geologischen Büros sowie von Boden- und Grundwasserschutzbehörden, die mit der Planung, Begutachtung, Durchführung und Beaufsichtigung von Altlastenbearbeitungen bzw. Sanierungsmaßnahmen in Boden und Grundwasser befasst sind. Diese Fachkollegen müssen über verlässliche quantitative Verfahren verfügen, um schnell und mit möglichst geringem Aufwand zur Problemlösung gelangen zu können. In der Praxis sind dabei in erster Linie einfache quantitative Verfahren gefragt, weil für komplexe Ansätze die notwendigen Parameter nicht zur Verfügung stehen und auch im weiteren Verlauf der Bearbeitung aufgrund des Kosten- und Zeitaufwands oft nicht zur Verfügung gestellt werden können. In solchen Fällen sind Ansätze sinnvoll, die den Verfahrensaufwand und den notwendigen Parameterbedarf so weit wie möglich reduzieren, ohne dass dabei die Ergebnisse nennenswert an Genauigkeit verlieren bzw. auf der „sicheren Seite“ liegen.

Die Kursgebühr beträgt 440,-- € (reduziert 220,-- €)

Anmeldeschluss: ist der 30.8.2010

Seitenanfang
   
Direkte Links

go to Startseite
go to Zu den Kursen
go to Teilnahmebedingungen
go to Anmeldung
go to Lageplan
go to Impressum
go to Haftungsausschluss
Autor:  Jürgen Schröter

© Universität Bremen - 28359 Bremen Bibliothekstr. 1 - Fon +49 421 218-1
© Sommer-Universität Hydrogeologie - Umweltgeologie - 28359 Bremen - Fachbereich Geowissenschaften - Klagenfurter Str - Fon +49 421 218 - 65110